Aktuelles

November 2012

Neuer Fachkräftemonitor für Thüringen

Wirtschaftsminister und IHK geben Startschuss

Ab heute (13. November) steht der neue Fachkräftemonitor (www.fachkraeftemonitor-thueringen.de) für Thüringen online. Das webbasierte Prognosetool, das durch die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) in Auftrag gegeben wurde, ermöglicht eine detaillierte Berechnung des berufs- und branchenspezifischen Fachkräftebedarfs für Thüringen bis ins Jahr 2025.

„Der Fachkräftemonitor ist für jedermann kostenlos zugänglich und bietet eine bisher unerreichte Vielfalt an Darstellungsmöglichkeiten“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser zusammen. Das Prognosetool beeindrucke insbesondere durch die Qualität der Basisdaten. So wären Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamtes, des Statistischen Landesamtes Thüringen, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und der drei Thüringer IHKs in das Modell eingeflossen. „Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist das grafisch aufbereitete Internetangebot eine ideale Hilfe, um strategische Entscheidungen treffen zu können“, verspricht Grusser.

Auch für die Politik bietet der Monitor zahlreiche Ansätze. „Bis 2020 werden in Thüringen rund 200.000 qualifizierte Arbeitnehmer gebraucht. Der Fachkräftemonitor ist ein wichtiges Instrument zur Analyse dieses künftigen Fachkräftebedarfs. Er liefert einen Beitrag dazu, dass in Thüringen adäquat ausgebildet und qualifiziert werden kann. Das hilft den Unternehmen, die bei der Personalplanung unterstützt werden. Und das hilft jungen

Menschen, die Informationen über Branchen und Berufsfelder mit hohem Fachkräftebedarf bekommen“, sagt Matthias Machnig, Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie.

Als Kompetenzpartner betreut das unabhängige hessische Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die technische Umsetzung des Fachkräftemonitors. „Um die Frage beantworten zu können, wie sich die regionale Fachkräftesituation in Thüringen entwickeln wird oder ob Engpässe drohen, bedarf es einer differenzierten Analyse von Einflussfaktoren. Fünf Dimensionen müssen dabei Berücksichtigung finden: die Region, der Wirtschaftszweig, die Berufsgruppe und die Qualifikation sowie der Betrachtungszeitraum. Der Fachkräftemonitor stellt Informationen für diese Dimensionen bereit und wird jährlich aktualisiert. Die Datenbank ist bereits in sieben Bundesländern und 45 von 80 IHK-Regionen eingeführt“, fasst Dr. Dennis Ostwald, Geschäftsführer der WifOR GmbH, zusammen.

„Für die Berechnung der Nachfrage von Unternehmen nach Fachkräften sind die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfragen, in Verbindung mit den wirtschaftszweigspezifischen Wachstums- und Beschäftigungsdaten, von enormer Bedeutung“, erläutert IHK-Chef Grusser. Die thüringischen Kammern befragten hierzu dreimal pro Jahr ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer Geschäftslage, den Geschäftserwartungen, den geplanten Beschäftigungsentwicklung oder auch den Investitionsabsichten. Diese Umfrage-Ergebnisse würden mit einer Rücklaufquote von über 3.000 Unternehmensantworten eine sehr hohe Repräsentativität aufweisen und in den Fachkräftemonitor einfließen.


Pressemappe zur BDI-Veranstaltung „Wachstumstreiber Gesundheitswirtschaft“

Wer an den Gesundheitssektor denkt, hat meist Bilder von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften im Kopf. Vergessen werden häufig die Forscherinnen und Forscher, die eine Hochleistungsmedizin von Weltruf erst möglich machen. Die Gesundheitsindustrie kommt allenfalls als Kostenfaktor vor.

WifOR hat in Zusammenarbeit mit dem BDI Kenngrößen für sieben große Unternehmen der industriellen Gesundheitswirtschaft erarbeitet, die die Wachstumsstärke, die Innovationsstärke und die Exportstärke der Branche belegen.

Im Rahmen der Veranstaltung „Wachstumstreiber Gesundheitswirtschaft“ führten BDI-Präsident Hans-Peter Keitel und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler in die Thematik ein, bevor anschließend erste Ergebnisse der Studie vorgestellt wurden.

Download der Präsentation und Pressemappe hier.